Die große Weltwirtschaftskrise Ende der Zwanziger Jahre erschütterte nicht nur die Wirtschaft: Sie weckte Zweifel an der Fähigkeit der Demokratie, große Probleme in den Griff zu bekommen und ließ außerdem Zweifel an den Segnungen der Moderne aufkommen. Die Folge war eine Radikalisierung weltweit und der Ruf nach einem „neuen Staat“, der nicht nur die „Nachtwächterrolle“ der Gesellschaft innehabe, sondern dem aggressiven Kapitalismus wirksam entgegentreten kann. Anhand von historischen Begebenheiten wie dem blutig niedergeschlagenen Massenprotest am 6. Februar 1934 auf dem Place de la Concorde in Paris oder der Schlacht im Londoner „Olympia“ untersucht der Film, wie stark und einflussreich die „Foreign Nazis“ am Anfang der Dreißigerjahre weltweit waren. Ausgehend von Biographien der wichtigsten „Foreign Nazis“ in Frankreich, Großbritannien und den USA lässt der Film so ein Bild der faschistischen Bewegungen in diesen Ländern entstehen und geht der Frage nach, die sich natürlich sofort stellt: Warum kamen die Nazis hier nicht an die Macht?
Autor: Karoline Kleinert , Reinhard Joksch Regie: Karoline Kleinert, Reinhard Joksch